Kindergarten St. Peter und Paul mit 5.000 Euro Siegerprämie auf dem Weg ins „Tut mir gut Land“

7. Juli 2016

Die Volksbank Bigge-Lenne vergibt bei Zukunftsoffensive 60.000 Euro Preisgelder / Kika-Fernsehmoderatorin Singa Gätgens ließ Kinderaugen leuchten / Alle Teilnehmer gingen als Gewinner nach Hause

Hochsauerlandkreis / Kreis Olpe. „Wir fördern Bildung und Integration“ - so lautete das Motto der dritten und finalen Staffel der „Zukunftsoffensive“ – dem jüngst durchgeführten Wettbewerb der Volksbank Bigge-Lenne für Kindergärten, Schulen, Jugend- und Integrationsgruppen. Insgesamt wurden per Bewerbung 56 zukunftweisende Projekte vorgestellt. Am 2. Juli war es dann endlich soweit: Die teilnehmenden Gruppen kamen bei der großen Zukunftsgala in Thikos Kinderland in Schmallenberg zusammen.

Preisverleihung Zukunftsoffensive

Die bekannte Kika-Fernsehmoderatorin Singa Gätgens ließ keine Langeweile aufkommen und führte das gespannte Publikum gekonnt durchs Programm. Vor allem den kleinen Gewinnern, die auf die Bühne durften, zauberte sie ein strahlendes Lächeln ins Gesicht. Bevor die Plätze drei bis eins verkündet wurden, sorgte die Kindergarde Züschen mit einer Tanzdarbietung für Auflockerung und erntete dafür tosenden Applaus.

Auf dem Weg ins "Tut mir gut" - Land

Platz 1 ging nach einem spannenden Rückwärts-Countdown der Plätze 10 bis 2, die zuvor allesamt mit ihren Filmbeiträgen vorgestellt wurden, an den Kindergarten St. Peter und Paul aus Kirchhundem. Die Bewerbung überzeugte sowohl die Jury als auch im Online-Voting auf ganzer Linie. Neben einem selbstgedrehten Video gestalteten Erzieherinnen und Eltern in liebevoller Kleinstarbeit gemeinsam mit den Kindern ein Bobbycar inklusive Anhänger, auf dem die Wünsche quasi direkt in die Volksbank transportiert wurden. Die klare Botschaft: Die Schaffung eines „Tut mir gut - Landes“, in dem alles dafür getan wird, dass die Kinder sich wohl fühlen und dazu mit einer lebendigen und anregenden Atmosphäre die frühkindliche Entwicklung optimal gefördert werden kann. Hierfür möchte der Kindergarten zwei ganz besondere Vorhaben umsetzen. Zum einen steht die Anschaffung eines Bauwagens auf der Wunschliste, in dem alles was zum Experimentieren und Forschen notwendig ist, untergebracht werden kann. Denn bereits seit 2012 ist die integrative Einrichtung als „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert. Einmal in der Woche experimentieren die Kinder zu verschiedenen Themen wie Luft, Wasser Strom, Magnetismus, Akustik und vielen weiteren wissenschaftlichen Themen. Auf der anderen Seite steht die Idee der Einrichtung eines „Snoezelenraums“ - eines besonderen Entspannungsraumes - für alle Kinder, im Besonderen für Integrativ- und Flüchtlingskinder. Hier soll ihnen die Möglichkeit geschaffen werden, zur Ruhe zu kommen, zu entspannen, zu träumen und somit die Eindrücke ihres sonst bewegten Lebens in Ruhe zu verarbeiten. Mit dem Preisgeld kann sich der Kindergarten St. Peter und Paul seine Wünsche nun bald erfüllen. „Wir sind sprachlos und freuen uns einfach riesig.“, freute sich Manuela Lahme, die Leiterin des Kindergartens direkt nach der Preisvergabe. Tatjana Vente, die Vorsitzende des Fördervereins des Kindergartens ergänzte: „Wir bedanken uns bei allen, die mitgeholfen haben und wir werden den 1. Platz auf jeden Fall mit ihnen feiern.“

„Wir für die Schule, Wir für die Region, Wir für die Welt.“

Platz 2 mit einem Geldpreis von 4.000 Euro belegte das Gymnasium der Stadt Lennestadt mit seinen Projekten unter dem Motto „Wir für die Schule, Wir für die Region, Wir für die Welt.“ Schwerpunkt ihres Zukunftsprojektes für die Schule ist die Umgestaltung des Pausengeländes, um den Schülern mehr Bewegung zu verschaffen. Für die Region sehen sie vor,  Oberstufenschüler zu Sporthelfern für Grundschulen auszubilden, um den Sport dort mehr zu fördern. Auf internationaler Ebene planen sie, einen Gebrauchtspielzeugmarkt zugunsten von Straßenkindern in Nova Iguaçu zu veranstalten. Schulleiter Werner Hücking freute sich über den Preis und lobte die Zukunftsoffensive in wenigen Worten: „Eine gelungene Veranstaltung, ein transparentes Verfahren und eine angenehme Staffelung der Preise - dazu eine super Moderatorin. Das hat sich wirklich für alle gelohnt.“

„Wir sind alle Kinder einer Welt“

Platz 3 ging mit einem Geldpreis von 3.000 Euro an den Kindergarten im Zauberwald Repetal mit seinem Projekt „Wir sind alle Kinder einer Welt“. In verschiedenen Aktionen „bereisen“ die Kinder andere Länder und lernen auf spielerische Art fremde Kulturen kennen. Sie erfahren dabei, dass die Welt nicht nur aus dem eigenen erlebten Umfeld besteht. Unter anderem kochen sie fremde Speisen, spielen mit landestypischen Spielzeug, durchforsten Landkarten und hören sich an, welche Sprachen andere Kinder sprechen. Das Projekt soll in diesem Sommer mit einer großen Präsentation aller erarbeiteten Länder-Stationen seinen Höhepunkt finden.

Am Ende gab es nur Gewinner

Keiner der insgesamt 56 Teilnehmer ging an diesem Tag leer aus. Mit Geldpreisen zwischen 250 und 5.000 Euro unterstützte die Volksbank jede Bewerbung. „Wir sind begeistert, mit wie viel Kreativität und Engagement die zukunftsweisenden Ideen umgesetzt wurden und es war keine leichte Entscheidung die Plätze zu vergeben. Alle sind Gewinner!“, beendete Vorstandsmitglied Bernd Griese glücklich den formellen Teil des Vormittags.

Singa Gätgens nahm daraufhin direkt die Beine in die Hand und sang und tanzte gemeinsam mit den Kindern, die es nun nicht mehr auf ihren Plätzen hielt. Neben dem gemütlichem Ausklang bei gegrillten Würstchen und kalten Getränken nahm sie sich noch viel Zeit, um jedes Kind mit einem Autogramm zu beglücken, bevor auch sie nach der gelungen Veranstaltung um 21 Uhr zurück in Hamburg sein wollte, um das EM-Spiel Deutschland-Italien nicht zu verpassen.