Filiale Heggen wird nach Brandanschlag zur SB-Filiale umgebaut

17. April 2018

Volksbank Bigge-Lenne setzt auf persönliche Kundenberatung in Bamenohl und Attendorn / Bargeldversorgung durch Automaten und Geld- Bring-Service

Heggen / Bamenohl. Vor 6 Wochen wurde in die Volksbank-Filiale in Heggen eingebrochen. Dabei wurden die Geschäftsräume sowie insbesondere auch die vorhandene Technik wie Geldautomat  und SB-Terminal durch einen Brandanschlag von bisher noch unbekannten Tätern vollständig zerstört. Die Ermittlungen der Polizei dauern derzeit noch an.

SB-Filiale Heggen
Die Volksbank-Filiale Heggen wurde durch einen Brandanschlag am 9. März zerstört.

Vorstandsmitglied Bernd Griese erklärt, dass die Nutzung von Filiale und SB-Geräten seit diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich gewesen ist. „Wir haben damals direkt reagiert. Vor Ort und auch auf unserer Internetseite haben wir darauf hingewiesen, dass unseren Kunden neben unseren bankeigenen Geldautomaten an benachbarten Standorten, auch der Geldautomat der örtlichen Sparkasse in Heggen bis auf weiteres kostenfrei zur Verfügung steht.“ In einem persönlichen Brief an alle Heggener-Volksbankkunden entschuldigt sich der Vorstand für Unannehmlichkeiten, die diese Situation mit sich bringt und bittet um Verständnis.

Zwischenzeitlich wurden nun Entscheidungen getroffen, wie es am Standort Heggen weitergehen soll. Die Genossenschaftsbank an Bigge und Lenne teilt in einer Pressemitteilung mit, dass Vorstand und Aufsichtsrat den Beschluss gefasst haben, die Beratungsleistungen für Mitglieder und Kunden der Filiale Heggen in der 7 Kilometer entfernten Filiale Bamenohl zu bündeln und zukünftig die Filiale Heggen als Selbstbedienungsfiliale zu führen. Griese: „Hierzu sind jedoch noch Umbauarbeiten am Standort Heggen erforderlich. Sobald diese Arbeiten erledigt sind und die SB-Filiale fertiggestellt ist, werden wir informieren.“ Neben einem Geldausgabeautomaten soll dort zukünftig auch ein Kontoauszugsdrucker zur Verfügung stehen. Die Mitgliedervertreter aus Heggen wurden in einem persönlichen Gespräch am 12. April über diese Planungen informiert.

„Die Beratung von Mensch zu Mensch ist ein wesentlicher Teil der Erfolgsgeschichte von Volks- und Raiffeisenbanken“, weiß Bernd Griese. Auch im Zeitalter von Internet und Onlinebanking hat die Volksbankfiliale mit ihren Beraterinnen und Beratern eine große Bedeutung. Aber wenn eine deutlich rückläufige Kundenfrequenz in Filialen zu beobachten ist und wie im Fall Heggen erhebliche Investitionskosten für Umbauten hinzukommen, dann müssen Entscheidungen getroffen werden, die sowohl betriebswirtschaftlich, als auch aus der Kundenperspektive zukunftsweisend sind. Die Entscheidung wurde von den Gremien mitgetragen. Und weiter: „Wir bekommen damit den Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit und kreditwirtschaftlicher Grundversorgung in der Fläche hin.“ Viele der Heggener Kunden nutzen bereits heute die Filiale in Bamenohl sowie das Beratungszentrum im benachbarten Attendorn. „Dort, wo die Menschen arbeiten oder wo der tägliche Bedarf gedeckt wird“, so Griese weiter.

Die Bargeldversorgung in der Fläche im Kreis Olpe und im Hochsauerlandkreis kostet die Volksbank jährlich 1,6 Millionen Euro. „Eine wichtige Serviceleistung für unsere Kunden, die wir weiterhin bieten möchten“, so Griese. Neben den Serviceleistungen steigt der Bedarf nach individueller Finanzberatung je nach Lebenssituation. „Dafür benötigen wir Spezialisten, die sich Zeit für unsere Kunden nehmen. Diesem veränderten Kundenverhalten müssen wir Rechnung tragen“, so Griese.

Regionalmarktleiter Egon Mester ergänzt: „Wir bauen unsere Leistungen immer weiter aus. So wird beispielsweise der seit rund zwei Jahren eingeführte Geld-Bring-Service gut angenommen und versorgt unserer Mitglieder und Kunden, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, mit Bargeldbeträgen zwischen 250 und 1.000 Euro.“