Servicewohnen für Senioren - Volksbank Bigge-Lenne mit neuem Geschäftsfeld

21.02.2017

Integrierte Pflegeeinrichtung ermöglicht dauerhaften Verbleib

Altenhundem / Kreis Olpe / Hochsauerlandkreis. Die Volksbank Bigge-Lenne hat eine Vision. Das genossenschaftliche Kreditinstitut will dazu beitragen, dass Menschen aus seinem Geschäftsgebiet auch im Alter gut wohnen und leben können. Zu diesem Zweck hat die Bank das neue Geschäftsfeld „Alter(n)sgerechtes Wohnen“ in ihr Leistungsportfolio aufgenommen. Während einer Pressekonferenz in der Hauptniederlassung Altenhundem stellten Vorstandssprecher Peter Kaufmann und Projektmanager Wolfgang Hilleke dieses für eine Bank außergewöhnliche und zukunftsorientierte Betätigungsfeld vor. Gemeinsam mit dem Kooperationspartner „WohnGut Osterseifen“ aus Olpe und dessen Geschäftsführer Michael Korn, plant die Bank in den Bau und den Betrieb von alternsgerechten Seniorenwohnungen einzusteigen.

Kooperationspartner stellten das neue Projekt vor: (v.l.) Andreas Ermecke, Michael Korn, Peter Kaufmann, Bernd Griese und Wolfgang Hilleke

Not macht bekanntlich erfinderisch. Weil die Erträge von Banken in der anhaltenden Niedrigzinsphase unter Druck geraten und auf absehbare Zeit keine Besserung in Sicht ist, halten die Kreditinstitute derzeit Ausschau nach neuen Ertragsquellen. Die Volksbank Bigge-Lenne ist dabei auf den Wohnungsmarkt für Senioren gestoßen. Peter Kaufmann: „Das ist auf lange Sicht ein attraktiver Wachstumsmarkt. Bundesweit sind nur 3 Prozent der heutigen Wohnungen barrierefrei. Wenn der zunehmende Hilfebedarf nicht mehr in der Familie gedeckt werden kann, werden immer mehr Senioren altersgerechten Wohnraum suchen.“  Michael Korn beschreibt das Konzept: „Wir bieten individuelles und bequemes Wohnen in einem behaglichen und sicheren Umfeld mit ergänzenden Dienstleistungsangeboten, die nach Bedarf zugebucht werden können oder „all inclusive“ sind. Dies gibt die Gewissheit, jederzeit vor Ort die gewünschte Unterstützung und Hilfe zu bekommen. Öffentliche Begegnungsräume wie z.B. Cafés und großzügige Aufenthaltsbereiche bieten vielfältige Möglichkeiten für soziale Kontakte.“

Im Fall einer Pflegebedürftigkeit stehen die hauseigenen ambulanten  Pflegeangebote zur Verfügung, und zwar über alle Pflegegrade. Dies sichert den Verbleib in den eigenen vier Wänden. Im Falle einer stationären Pflegebedürftigkeit ist lediglich ein Wechsel in den integrierten Bereich „Pflegewohnen“ innerhalb der Einrichtung notwendig. „Egal ob ambulant oder stationär - ganzheitliche Pflege und Betreuung der Bewohner mit individueller Zuwendung sind für uns selbstverständlich“, so Korn.

Die Motivation der Bank, in dieses neue Geschäftsfeld einzusteigen, beschreibt Peter Kaufmann: „Wir kennen die Menschen und ihre Bedürfnisse, haben umfassende Erfahrungen und unsere Kunden bescheinigen uns hohe Kompetenz beim Thema Immobilien. So können wir umfassende Dienstleistungen bieten und im Leben unserer Kunden noch relevanter werden.“

Bei der Suche nach einem Standort für das erste Projekt sind die beiden Partnerunternehmen im Lennestädter Ortsteil Saalhausen fündig geworden. Auf einem bereits Ende des vergangenen Jahres gesicherten Grundstück in direkter Nachbarschaft zum Naturerlebnisbad soll eine neue Senioreneinrichtung, bestehend aus mindestens 60 „Servicewohnen“-Einheiten und 35 Pflegeplätzen entstehen. Wolfgang Hilleke zeigt sich begeistert vom Standort: „Wir haben das Umfeld genauestens analysiert und sind überzeugt, dass Infrastruktur und sozialer Rahmen geradezu ideale Voraussetzungen bieten, um unsere Philosophie Wirklichkeit werden zu lassen.

Die Investitionssumme bezifferte Volksbank-Vorstandssprecher Peter Kaufmann bei der Vorstellung des Projektes auf rund zwölf Millionen Euro. Der Baubeginn ist im Laufe des Jahres 2018. Die Fertigstellung soll im vierten Quartal 2019 erfolgen. Im Januar 2020 sollen die ersten Bewohner einziehen können. Eine Konkurrenzsituation zu bestehenden Wohn- und Pflegeeinrichtungen sieht der Vorstands-Chef nicht. Kaufmann: „Mit unseren Objekten schaffen wir ein zusätzliches und ergänzendes Marktangebot auf höchstem Niveau.“

Mit ihrem Angebot richten sich Volksbank und WohnGut, die eine gemeinsame Betreibergesellschaft gründen werden, an Menschen, die auch im Alter aktiv und vital sind, die in einem breiten sozialen Umfeld wohnen und für den Pflegefall abgesichert und versorgt sein wollen. In einer gemeinsamen Erklärung zu dem Vorhaben heißt es: „Wir schaffen behagliches Wohnen und Betreuung in hochwertigen Einrichtungen für anspruchsvolle Senioren. Dafür suchen wir Objekte und Grundstücke in landschaftlich reizvollen Lagen in infrastrukturell bestens erschlossenen Orten mit exzellenten Entwicklungsperspektiven. Damit wollen wir unsere Idee eines sorgenfreien Lebens für unsere Bewohner verwirklichen.“