Volksbank als verlässlicher Finanzpartner gefragt

Lennestadt, 27.06.2013

Vorstand und Aufsichtsrat der Volksbank Bigge-Lenne präsentieren auf Vertreterversammlung positive Jahresbilanz 2012

Die Volksbank Bigge-Lenne eG hat am Donnerstagabend (20. Juni) mit Ablauf der Vertreterversammlung auch bilanztechnisch den Schlussstrich unter das erfolgreich verlaufende Geschäftsjahr 2012 gezogen. Aufsichtsratsvorsitzender Christian Berken freute sich dabei in seiner Funktion als Versammlungsleiter, zahlreiche Mitgliedervertreterinnen und -vertreter der Volksbank sowie Gäste in der Volksbank-Arena Sauerlandhalle in Lennestadt-Altenhundem begrüßen zu können. Sein besonderer Gruß galt dem diesjährigen Gastreferenten Prof. Dr. Max Otte. Der Finanzexperte sprach abschließend zum Thema „Von der Finanzkrise zur Eurokrise“.

„Die diesjährige Vertreterversammlung findet aus gutem Grund in Altenhundem statt“, erklärte Christian Berken in seiner Eingangsrede. Am 8. Juli jährt sich die Gründung der Gewerbebank Altenhundem zum 100sten Mal. „Wir haben den Männern und Frauen der ersten Stunde viel zu verdanken“, betonte Vorstandssprecher Peter Kaufmann. „Ihre Ideale sind noch heute Maßstab für unser Handeln.“

Die Ausrichtung der Geschäftspolitik an den Interessen der Mitglieder und Kunden, gegenseitiges Vertrauen sowie Selbstbestimmung und Wirtschaftlichkeit waren damals die Maxime. Dass diese drei Grundsätze auch heute noch Bestand haben und die tragenden Säulen für den Erfolg der heutigen Volksbank Bigge-Lenne darstellen, kam in den weiteren Ausführungen von Peter Kaufmann und seines Vorstandskollegen Andreas Ermecke zum Ausdruck. „Zusammengefasst glauben wir, dass das Jahr 2012 sowohl von der Entwicklung als auch von der Ertragslage ein recht ordentliches Jahr war. Auf der Basis dieser Entwicklung konnten wir viele Leistungen auch außerhalb des Bankbetriebes erbringen“, bilanzierte Vorstandssprecher Peter Kaufmann. Auch die Förderbilanz könne sich sehen lassen. „So haben wir im vergangenen Jahr neben den enormen Zuweisungen zur Stiftung weitere 205.000 Euro an Spenden herausgelegt. Im Kreis Olpe und im Hochsauerlandkreis unterhalten wir 28 Bankstandorte, können auf 35 Mitglieder- und Kundenveranstaltungen in 2012 zurückblicken, boten 40 jungen Menschen Praktikumsplätze an und haben mit 24 Auszubildenden eine nach wir vor hohe Ausbildungsquote“, erläuterte Kaufmann.

Die wichtigsten Kennzahlen stellte anschließend Bankvorstand Andreas Ermecke vor. Mit ihren 272 Beschäftigten hat die Volksbank zum Stichtag 31. Dezember 2012 eine Bilanzsumme von 1,24 Milliarden Euro erreicht. Das ist ein Plus von 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Kundengesamtvolumen erhöhte sich ebenfalls um 2,9 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro.

Die Gesamtsumme der vergebenen Kredite lag bei insgesamt 845 Millionen Euro – ein Plus von 5,4 Prozent. „Mit 185 Millionen Euro an Neukrediten haben wir einen Spitzenwert in der Geschichte dieser Bank erreicht“, freute sich Ermecke. Die Kundeneinlagen befinden sich trotz der fehlenden Sparanreize durch das Niedrigzinsniveau und der bestehenden Wettbewerbsverzerrungen mit 844 Millionen Euro auf hohem Niveau. Auch mit der Ertragslage zeigte sich der Vorstand zufrieden.

Auf dem Weg zur Nr. 1 in Kundenzufriedenheit und Mitarbeiteridentifikation ist die Volksbank Bigge-Lenne in 2012 erfolgreich gestartet. Die erneute TÜV-Zertifizierung im Baufinanzierungsbereich und die kürzlich bestätigte Bestnote beim Rating der genossenschaftlichen Finanzgruppe durch die Agentur Fitch seien dafür ein Beweis, erklärte  Vorstandsmitglied Michael Griese im Vorgespräch zur Vertreterversammlung: „Über 220.000 Euro Investition in Weiterqualifizierung von Mitarbeitern sowie Maßnahmen im Bereich Gesundheitsmanagement sind wichtige Meilensteine auf dem Weg zu den anspruchsvollen Zielen.“

Der Vorstand verdeutlichte den rund 200 Mitgliedervertretern die strategische Ausrichtung der Regionalbank: „Wir haben unsere Ziele fest im Blick. Um die dafür notwendige flächendeckende Beratungsqualität zu gewährleisten, müssen wir über Veränderungen in der Filialstruktur nachdenken. Die zukunftsfähige Bank denkt ihre Situation neu. Stichworte aus der Tagespresse wie „Das Ende der Beschaulichkeit“ oder „Mehr als 5.500 Bankfilialen stehen vor dem aus“ oder auch „Bankkunden meiden den Gang in die Filiale“ zeigen uns jeden Tag aufs Neue, dass hier Handlungsbedarf besteht.“ In Abstimmung mit den Mitgliedern des Aufsichtsrates habe man gemeinsam mit den Führungskräften zu Beginn des letzten Jahres damit begonnen, die Filialkonzeption zu überarbeiten. Im Ergebnis führte dies dazu, dass 25% der Kleinstfilialen, die mit einer Person, stundenweise mit zwei Personen bzw. auch nur noch halbtags besetzt waren, in reine Selbstbedienungsfilialen umgewandelt werden sollen. Diese Restrukturierung der Standorte wurde bereits im Mai in den betroffenen Orten im Hochsauerlandkreis und im Kreis Olpe mit den Vertreterinnen und Vertretern diskutiert. Kaufmann versichert: „Wir haben die Situation beschrieben und haben um Verständnis geworben. Und die Stimmungen, Hinweise, Tipps und Kritiken sehr ernst aufgenommen. Dieses werde bei der weiteren Vorgehensweise berücksichtigt. „Andere Regionalinstitute haben diesen Weg schon vor Jahren beschritten, die Branche ist sich einig, dass fast alle diesen Weg noch vor sich haben. Insgesamt sind wir davon überzeugt, dass wir an dieser schwerwiegenden Entscheidung und Strukturveränderung nicht vorbei kommen. Wir werden diesen Weg gehen müssen, ob wir es wollen oder nicht. Die Entscheidung ist rational erklärbar und eindeutig, emotional ist sie schwierig und belastend.“

Dass auch die Mitgliedervertreterinnen und -vertreter mit dem Kurs ihrer Bank zufrieden sind, demonstrierten sie mit ihrer einstimmigen Zustimmung bei der Feststellung des Jahresabschlusses. Vorstand und Aufsichtsrat wurde ebenfalls einstimmig Entlastung erteilt. Ebenfalls über die Verwendung des Bilanzgewinnes der Volksbank in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro hatte die Vertreterversammlung zu entscheiden. Dabei folgte das Bankparlament dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat: Ausschüttung einer Dividende in Höhe von sechs Prozent an die 33.336 Mitglieder und weitere Stärkung des Eigenkapitals durch Einstellung in die Rücklagen. Auch die Wahl der Mitglieder zum Wahlausschuss und die Satzungsänderungen fanden die notwendige Zustimmung.

Zur Wiederwahl in den Aufsichtsrat stellten sich Meinolf Kräling und Ernst Soboll. Neu in den Aufsichtsrat ziehen Volker Biene aus Winterberg und Holger Gierse aus Bad Fredeburg ein. Karl Bröker und Werner Ernst schieden mit Erreichen der Altersgrenze aus dem Kontrollgremium aus. Nicht zur Wiederwahl stellten sich Josef Schreiber und Christoph Vollmers-Dünnebacke. „Ich kann allen vier Herren nur uneingeschränktes Lob zollen“, erklärte Aufsichtsratsvorsitzender Christian Berken. Anerkennung für ihr Engagement gab es auch von Seiten des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbandes (RWGV). Deren Repräsentant Tobias Jasper zeichnete Werner Ernst, Josef Schreiber und Christoph Vollmers-Dünnebacke mit der Ehrenurkunde seiner Organisation aus.