Heimat- und Geschichtsverein Medebach

Der Heimat- und Geschichtsverein Medebach wurde 1981 mit dem Ziel gegründet, Schriften zur Geschichte Medebachs und der Ortsteile herauszugeben, die Flurnamen zu erfassen und die plattdeutsche Sprache zu erhalten.

Mittlerweile hat sich das Leitbild des Heimat- und Geschichtsverein Medebach geändert. Das Leitbild besteht jetzt aus der Aufarbeitung der Vergangenheit, Gestaltung der Gegenwart und Visionen für die Zukunft zu entwickeln, damit die Geschichte der Hansestadt Medebach fortgeschrieben werden kann.

Der Heimat- und Geschichtsverein hat mittlerweile 37 Schriften über die Geschichte der Hansestadt und seiner Ortsteile herausgegeben. Das städtische Museum wird durch viele ehrenamtliche Personen betrieben. Im Jahr 2014 konnten wir einen Besucherrekord vermelden. Mehr als 2.400 Gäste haben das Museum und auch das Kleinbahnmodell besichtigt. Weiterhin haben wir den Stadtrundgang, den Weg „Wandern auf mittelalterlichen Spuren“ und weitere Projekte umgesetzt.

Geschichtserlebnispark Medebach

Derzeit befasst sich der Heimat- und Geschichtsverein mit zwei weiteren Projekten, zum einen mit dem „Geschichtserlebnispark Medebach“ und  zum anderen mit einer Skulptur, die auf die frühere Hansetätigkeit der Bürger Medebachs hinweist. Der Geschichtserlebnispark Medebach ist unter Federführung des Heimat- und Geschichtsverein Medebach ein gemeinsames Projekt aller im Stadtgebiet Medebach ansässigen Heimatvereine. Hier soll die Geschichte von Medebach und seiner Ortsteile durch vielfältige Einzelprojekte (u. a. Umgestaltung des Foyers im Museum als Zentrum des Geschichtserlebnispark) dargestellt werden. Das Projekt „Geschichtserlebnispark Medebach“ ist in Nordrhein-Westfalen einzigartig und kann als Pilotprojekt für viele Aktivitäten von Heimatvereinen im Bundesgebiet eine wichtige Hilfestellung sein.

Hansemitglied Medebach

Vorschlag "Schusterjunge"

Für den Heimat- und Geschichtsverein Medebach hat in diesem Jahr das Projekt der Aufstellung der  Skulptur eines Schustergesellen auf dem Marktplatz oberste Priorität.

Im Zentrum von Medebach weist derzeit nicht viel auf die Mitgliedschaft in der Hanse hin. Der Heimat- und Geschichtsverein beabsichtigt daher auf der unteren Ebene des Marktplatzes eine Skulptur in Form eines Schustergesellen aufzustellen. Der Schustergeselle soll aus Bronzeguss hergestellt werden. In der Anlage sind drei Alternativen beigefügt, wie in etwa der Schustergeselle aussehen könnte. Die Skulptur soll nicht nur an die Schusterzunft erinnern, sondern soll auch Kinder begeistern.

In der näheren Region wird immer mit dem Handelsmann als Kiepenkerl geworben. Der Handel mit Schuhen, bedingt durch eine starke Schusterzunft, ist ein authentisches Merkmal der Medebacher Handelsgeschichte und stellt somit ein Alleinstellungsmerkmal von Medebach dar. Der Schustergeselle ist deshalb das Symbol für alle Gäste und die einheimische Bevölkerung, dass Medebach Mitglied im Hansebund ist.