Heimatverein Fleckenberg

Historische Besteckfabrik Fleckenberg

Die  Historische Besteckfabrik Fleckenberg ist ein Glücksfall. Nachdem der letzte Eigentümer den Betrieb 1982 aufgegeben hat, konnte das Industriedenkmal 1990 mit fast vollständig erhaltener Inneneinrichtung unter Denkmalschutz gestellt werden. Allein die Schlosserei hat ein umfassendes Inventar von der uralten Säulenbohrmaschine, über Drehbank,  Metallhobelmaschine zu den Schleifböcken. Das Herzstück der Fertigung bildet allerdings die Presserei mit den historischen Friktionsspindel- und Exzenterpressen, sowie Pendelwalze, der die Turbine samt Antriebsanlage vorgeschaltet ist. Beeindruckend diese Antriebsanlage die als laufende Transmission an das Schwungrad der Turbine angeschlossen ist und die Maschinen der Presserei antreiben. Im Anschluss an die Umformung befinden sich die Schleif- und Polierplätze.

Beim Museumsrundgang stehen vor allem Löffel  im Mittelpunkt: Besucher erleben die verschiedenen Arbeitsschritte vom Blech bis zum fertigen Löffel an den laufenden Maschinen mit. Die Energie dafür erzeugt die Fabrik jeher selbst. Dazu leitet ein 900 Meter langer Mühlengraben  Wasser von der Lenne auf die Turbine, die Beleuchtungsanlagen  und  Elektromotoren mit Strom versorgt. Den überschüssigen Strom speist das Museum heute ins öffentliche Netz ein.

Seit 2000 steht die vom örtlichen Heimatverein  renovierte Fabrik Besuchern offen. Die Besteckproduktion markiert den spannenden Schlusspunkt einer industriellen Nutzung des Standorts, die im 18. Jahrhundert mit  einem Eisenhammer begann.

Neben der interessanten Vorführung "vom Blech zum Löffel mit Wasserkraft" begeistern unsere jungen Besucher immer wieder die aktiven Angebote - wir bohren dicke Löcher auf dem Trampelbohrer - wir erzeugen Strom mit Schlapperrad und Dynamo - wir machen Luft mit dem Riesenblasebalg.

Diese Angebote möchten wir um zwei weitere ergänzen:
1. Wir prägen Münzen

2. Wiegen und gewogen werden