Energiekluge Dörfer ausgezeichnet

Volksbanken in Südwestfalen unterstützten Projekt über drei Jahre – NRW-Umweltminister Johannes Remmel bei der Urkundenverleihung

Auch wenn das Nahwärmenetz in Dreislar noch Zukunftsmusik ist – das Projekt ist eines der vorbild- und beispielhaften Projekte, mit denen die Region Südwestfalen fit für die Zukunft gemacht wird.

Dorf ist energieklug
Hubertus Winterberg, Geschäftsführer der Südwestfalenagentur und Peter Kaufmann übergaben gemeinsam die Urkunden an die Ortsvertreter der teilnehmenden Ortschaften aus Südwestfalen beim Projekt „Dorf ist Energie(klug)“.

Gleiches gilt für Referinghausen, wo im Lauf der vergangenen Jahre nicht nur viele kleine Projekte und Veranstaltungen initiiert wurden, sondern wo seit einigen Wochen sogar ein eigenes Dorf-E-Auto unterwegs ist – mit Vollgas in Richtung Klimaschutz sozusagen. Grund genug für Vorstandssprecher Peter Kaufmann die Auszeichnungen persönlich im Rahmen der Abschlussveranstaltung des Projektes „Dorf ist Energie(klug)“ als Vertreter des Hauptsponsors der Volksbanken in Südwestfalen zu überreichen.

Beide Orte – Dreislar und Referinghausen – zählten zu den Coaching-Dörfern, die vor gut drei Jahren von der Südwestfalen Agentur für die Praxisstudie „Dorf ist Energie(klug)“ ausgewählt wurden. Das Projekt „Dorf ist Energie(klug)“ war eine Gemeinschaftsentwicklung der beiden Regionale-Projekte „TalentE in Südwestfalen“ und „Zukunft der Dörfer in Südwestfalen“ und verband über mehrere Jahre hinweg die Themen Energie und Klima mit dem Bürgerschaftlichen Engagement und Wissenstransfer durch Erfahrungsaustausch. Fünf Dörfer – Burbach-Lippe, Netphen-Sohlbach, Medebach-Dreislar, Soest-Ostönnen und Warstein-Hirschberg – bewarben sich mit ihren Konzepten und Ideen und wurden bereits im ersten Anlauf von einer Fachjury ausgewählt. Mit Freudenberg-Oberfischbach, Hilchenbach-Grund, Sundern-Endorf, Medebach-Referinghausen, Balve-Langenholthausen und Erwitte-Schallern kamen in einem zweiten Schritt sechs Dörfer hinzu.
Unterstützt durch die Volksbanken in Südwestfalen und gefördert durch das NRW-Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz wurden in jedem Coaching-Dorf individuelle Ideen entwickelt mit der Zielsetzung, den Klimaschutz lokal und auf bürgerschaftlicher Basis voranzutreiben, die eigene Bevölkerung zu sensibilisieren, regionale Teilhabe und regionale Wertschöpfung zu generieren und das bürgerschaftliche Engagement zu unterstützen. Aus den Gemeinschaftsprojekten heraus galt es, das Wissen auf andere Kommunen zu übertragen und sich zu vernetzen. Um dem Anspruch, innerhalb der Region und überregional Modellprojekt zu sein, gerecht zu werden, wurde die Praxisstudie durch das Wuppertal Institut wissenschaftlich begleitet und evaluiert.

Kurz vor Ablauf des Projekts nahm die KlimaExpo.NRW die Praxisstudie „Dorf ist Energie(klug)“ als 179. von insgesamt 1000 „Schritten in die Zukunft“ mit auf. „Ich freue mich besonders, dass Südwestfalen eine Vorreiterrolle in den Bereichen Nutzung natürlicher Ressourcen und gesteigerter Energieeffizienz einnehmen möchte. Um die vielfach vorhandenen Möglichkeiten für und in Südwestfalen weiterzuentwickeln leistet das Projekt ,Dorf ist Energie(klug), eine vorbildliche Arbeit, die durch die Aufnahme in die KlimaExpo.NRW gewürdigt wird“, so NRW-Umweltminister Johannes Remmel bei der Urkundenverleihung. Peter Kaufmann, ergänzt: „Die Praxisstudie ,Dorf ist Energie(klug)‘ zeigt dem ländlichen Raum auf, wie bürgerschaftlich getragene Projekte und ihre Gemeinden zukunftsfähig werden und gleichzeitig die wirtschaftlichen Chancen nutzen können, die damit verbunden sind. Die Volksbanken in Südwestfalen beweisen mit diesem regionalen Engagement sehr deutlich, wie konkret Dorfprojekte nachhaltig unterstützt werden können.“

Zuletzt geändert am: 05.12.2016