Phishing-Warnung Vermeintliche Börsenaufsicht

Phishing-Warnung: Kontaktaufnahme durch vermeintliche Börsenaufsicht

Der BaFin sind Fälle bekannt geworden, in denen Verbraucherinnen und Verbraucher von einer angeblichen Börsenaufsichtsbehörde kontaktiert werden.

Vorgehensweise der Betrüger

Bei der Ansprache wird wahrheitswidrig behauptet, die kontaktierten Personen seien Opfer eines Betrugs geworden und dass die dazugehörenden Daten von der vermeintlichen Bundesanwaltschaft Karlsruhe an die Börsenaufsicht weitergeleitet worden seien. Die kontaktierten Personen werden dazu aufgefordert, ein Online-Formular auszufüllen.
Es handelt sich hierbei um einen Betrugsversuch. Die BaFin empfiehlt, sich keinesfalls auf diese Kontaktaufnahme einzulassen und keine Login-Daten, Passwörter, Kreditkartennummern, Kontoverbindungen oder ähnliche Daten herauszugeben.
Die angebliche Börsenaufsichtsbehörde verwendet die E-Mail-Adresse kontakt@boersenaufsicht.eu und gibt folgende Anschrift an: Börsenaufsichtsbehörde, Friedrichstraße 60, 10117 Berlin.

Die Aufsicht bittet alle Verbraucherinnen und Verbraucher, derartige Kontaktaufforderungen abzulehnen und Anzeige bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft zu erstatten. Wer Zweifel hat, kann sich auch an die BaFin selbst wenden. Das Verbrauchertelefon ist kostenfrei unter der Telefonnummer 0800 2 100 500 zu erreichen.

Beispiel für eine solche betrügerische Nachricht

Phishing-Warnung Russland-Sanktionen: Beispiel einer solchen Phishing-Nachricht

Phishing-Masche ist nicht neu

Bereits im März 2022 versuchten Betrüger den Ukrainekrieg als Vorwand zu nutzen, um an sensible Daten von Bankkunden zu gelangen.

Bisherige Phishing-Versuche

März 2022

Vorgehensweise der Betrüger

In ihren E-Mails nehmen die Betrüger die momentanen Russland-Sanktionen als Vorwand, um an Zugangsdaten von Bankkunden zu gelangen. Beispielsweise werden E-Mails mit dem Betreff "Ihr Konto wird deaktiviert - Russland Sanktionen" versendet. Die Betrüger behaupten in solchen Mails, dass man vertrauliche Kundendaten abfragen müsse, die die Kunden über eine verlinkte Webseite eingeben sollen. Dieser Link führt dann entweder zum Download von schädlicher Software oder zu einer gefälschten Webseite.

Es kommt auch vor, dass Bankkunden aufgefordert werden, eine Telefonnummer anzurufen. Die Betrüger versuchen dann, dem Kunden Zugangsdaten telefonisch zu entlocken. Dies geschieht zum Beispiel unter dem Vorwand, der Kunde müsse sich aufgrund der Russland-Sanktionen verifizieren.

Es sind auch E-Mails im Umlauf, in denen Kunden geraten wird, in Kryptowährungen wie beispielsweise BitCoin zu investieren. Auch E-Mails mit unseriösen Spendenaufrufen kursieren.

Beispiel einer Phishing-Mail

Phishing-Warnung Russland-Sanktionen: Beispiel einer solchen Phishing-Mail

Gehen Sie nicht auf die Forderungen ein und geben Sie keine Daten weiter

Empfänger der beschriebenen E-Mails sollten keine Daten eingeben bzw. nicht auf die Forderungen der Betrüger eingehen. Geben Sie PIN, TAN und andere Zugangsdaten niemals weiter. Prüfen Sie außerdem verlinkte Banking-Webseiten genau, achten Sie beispielsweise auf das Schlosssymbol für verschlüsselte Webseiten. Verwenden Sie außerdem nur Banking-Apps aus dem autorisierten App Store. Sollten Sie Zweifel haben, ob eine E-Mail tatsächlich von einem vertrauenswürdigen Dienstleister stammt, nehmen Sie bitte Kontakt mit Ihrer Volksbank Bigge-Lenne eG auf. Gehen Sie auch nicht auf Spendenaufrufe ein, die unverlangt zugeschickt wurden. Möchten Sie etwas spenden, wenden Sie sich direkt an allgemein bekannte Hilfsdienste.