Volksbank Hundem-Lenne-Stiftung gibt Geld für den FinanzFührerschein

 

Lennestadt. (pbm) „Diese Kooperation ist einmalig und ich wünschte mir mehr davon“ – als wegweisendes Beispiel, wie Kommunen, Schulen, Institutionen und Wirtschaft im gemeinsamen Interesse handeln und zusammen Arbeiten können, bezeichnete Lennestadts Bürgermeister Stefan Hundt eine Aktion, die jetzt durch die Volksbank-Hundem-Lenne-Stiftung ermöglicht wurde: Sie gibt das Geld, mit dem die Diakonie Ruhr-Hellweg e.V. in fünf weiterführenden Schulen der Stadt Lennestadt und der Gemeinde Kirchhundem bei Jugendlichen für eine freie und sichere Fahrt im Finanzdschungel sorgen wird. Der „FinanzFührerschein“ gehört dort ab sofort zum Pflichtprogramm der Schuldenprävention.

 

„Wir sind mit unserem Vorschlag überall auf offene Ohren und offene Türen gestoßen“, berichtete Kuratoriumsvorsitzender Franz Becker in Anwesenheit von Vertretern der teilnehmenden Schulen sowie der Bürgermeister Stefan Hundt und Michael Grobbel. Anliegen der Stiftung sei es schließlich, caritative Einrichtungen, ehrenamtliches Engagement, aber auch die Kultur, dörfliche Strukturen oder die Jugend zu fördern und zu unterstützen. Becker: „Die Volksbank will unserer Region mit dieser Stiftung mehr zurück geben, als das mit Bankprodukten gemeinhin möglich ist“. Und weil immer mehr Jugendliche sich aus unterschiedlichen Gründen schon immer früher verschulden, liege es halt nah, auf dem Gebiet der Schuldenprävention tätig zu werden.

 

Das ist jetzt im Zusammenspiel zwischen den Schulen, Bürgermeistern, den Schuldnerberatern der Diakonie, der Volksbank Hundem-Lenne-Stiftung und dem Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverband (RWGV) gelungen. „Über Geld spricht man nicht, heißt es. Doch wir wollen mit den Jugendlichen über Geld sprechen“, erklärte Schuldnerberaterin Birgit Stöve während der Auftaktveranstaltung im Lennestädter Rathaus Intention und Vorgehensweise. Ihre Kollegin Stefanie Gernhold attestierte vielen Jugendliche „Defizite in lebenspraktischen Bereichen“, die es aufzuarbeiten gelte.

 

Das wollen die Verantwortlichen der Aktion jetzt mit dem „FinanzFührerschein“ realisieren. Um den zu bekommen, gibt es eine Schulung in allen wichtigen und grundlegenden Finanzbereichen, die mit einer Prüfung endet. Stöve: “Das ist wie bei einem richtigen Führerschein“. Bernd Kramer, Regionaldirektor der Volksbank Bigge-Lenne, ist schon jetzt vom Projekterfolg überzeugt: „Uns ist es wichtig, dass die jungen Menschen so früh wie möglich einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld erlernen, um Konsumangebote sowie ihr eigenes wirtschaftliches Handeln kritisch beurteilen zu können“.

Volksbank Bigge-Lenne eG
BLZ: 46062817