Großer Jubel beim TuS Elmerborg Altenbüren. Volksbanken im HSK haben dem Vereinsvorstand am 15. Juli in Meschede den „Großen Stern des Sports“ in Bronze überreicht.
HSK. Die Auszeichnung ist mit 2.000 Euro dotiert und sie ist zugleich die Eintrittskarte für die nächste Runde. Aber nicht nur der Sieger des Wettbewerbs hat sich für die Teilnahme auf Landesebenen qualifiziert, sondern auch die die zweit- und drittplatzierten Vereine. Sie alle kämpfen nun um die „Sterne des Sports in Silber“.
Den zweiten Platz, mit einem Preisgeld von 1.500 Euro, belegte der SSV 1921 Stockum e.V und über 1.000 Euro für den dritten Platz freute sich der Bogensportclub Schmallenberg. Alle Vereine wurden für ihr besonderes gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet. Insgesamt hatten sich 66 Vereine um die „Sterne des Sports 2011“ im HSK beworben.
Initiiert durch den Deutschen Olympischen Sportbund und die Volksbanken Raiffeisenbanken werden die „Sterne des Sports“ bereits seit 2004 vergeben.
Inzwischen hat sich der Wettbewerb zu einem gesellschaftspolitischen Event entwickelt, dessen alljährlicher Höhepunkt die Auszeichnung der „Sterne des Sports“ in Gold in Berlin ist.
Die Volksbanken im HSK bieten ihren Vereinen den Wettbewerb ebenfalls seit seiner Entstehung an. „Die „Sterne des Sports“ sind eine Auszeichnung die Vereine motivieren soll, Maßnahmen zu gründen, die auf die besonderen Probleme vor Ort reagieren“, erläutert Dörner das langjährige Engagement der Volksbanken für den Wettbewerb. „Außerdem möchten wir die vielfältige Vereinsarbeit fördern, sie in ihrer Vorbildfunktion stärken und Andere zur Nachahmung anregen“, so Dörner weiter. Und die diesjährigen Bewerbungen zeigten wieder eine beeindruckende Vielfalt.
So überzeugte der TuS Elmerborg Altenbüren im Bereich „Integration“. Zu Beginn des Jahres wurde dort ein umfassendes Programm verabschiedet, welches der demographischen Entwicklung und damit verbunden sinkenden Mitgliederzahlen entgegenwirken und anderseits eine bessere Integration von Migranten im Vereinsleben gewährleiten sollte. In Zusammenarbeit mit dem Integrationsbüro des Hochsauerlandkreises wurden verschiedene Maßnahmen auf den Weg gebracht, die bereits erste Früchte tragen. Innerhalb von zwei
Monaten konnten 18 neue Vereinsmitglieder gewonnen werden und darüber hinaus nahmen inzwischen zwei türkischstämmige Mädchen an einer Ausbildung zur Gruppenhelferin teil.
Der zweitplatzierte SSV 1921 Stockum e.V. viel der Jury durch ihr langjähriges Programm im Bereich „Ehrenamtsförderung“ auf. Tatsache ist, dass immer weniger Menschen bereit sind, sich ehrenamtlich zu betätigen und viele Vereinsstrukturen daran kranken, das Sportangebot dadurch auch an Vielseitigkeit verliert. Der SSV Stockum hat dies früh erkannt und einen „Ehrenamtsbeauftragten“ benannt, der Ansprechpartner und Betreuer für die ehrenamtlich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei Fragen, Anregungen und Problemen ist. Darüberhinaus kümmert er sich um die Gewinnung neuer Mitarbeiter, die Weiterbildung der Trainer, um ein positives Vereinsklima. Er ist Bindeglied zwischen Verein und seinen Dachverbänden und Ansprechpartner für Eltern. Durch die Verbesserung dieser Rahmenbedingungen ist es dem SSV gelungen ihr Vereinsleben zu stärken und sich so für die Zukunft gut zu rüsten.
Auch die Bewerbung des Bogensportclubs Schmallenberg, mit ihrer Maßnahme „Integration und Förderung von Kindern mit ADHS (= Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung)“, überzeugte die Jury. Hierbei geht es um die Förderung von Konzentration und Koordination und die Integration der gehandicapten Kinder in die Gruppe.
Neben den Platzierten erhalten auch die übrigen Teilnehmer eine finanzielle Anerkennung ihrer Arbeit in Form einer Prämie in Höhe von 250,00 Euro. Diese kommt direkt von der jeweiligen Volksbank vor Ort.
„Die Vereinsarbeit zu unterstützen ist uns immer ein besonderes Anliegen“, so Dörner, „mit dieser Zuwendung möchten die tägliche ehrenamtliche Arbeit der Aktiven ein wenig belohnen“.
Übrigens wird die Veranstaltung höchster politischer Ebene begleitet: Als Schirmherr des Wettbewerbs im HSK engagiert sich seit Jahren Landrat Dr. Karl Schneider und auf Bundesebene haben Bundespräsident Horst Köhler und Bundeskanzlerin Angela Merkel die Bundessieger in den vergangenen Jahren persönlich ausgezeichnet.